2. April 2010


Heute vor zehn Jahren fielen die deutschen Soldaten Nils Bruns, Robert Hartert und Martin Augustyniak in Afghanistan.

Der Wikipedia-Artikel "Karfreitagsgefecht" schildert den groben Ablauf der Kampfhandlungen. Ich selbst war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls im Raum Kunduz im Einsatz, jedoch in einer Einheit, die nicht in das Gefecht verwickelt wurde. Ich will hier gar nicht ins Detail gehen, sondern lediglich anhand dieses Beispiels daran erinnern, dass Staaten die tödlichsten aller Institutionen sind.

 

Staaten schicken Menschen in Kriege, in Gulags, Konzentrationslager und Killing Fields. Jede andere Verbrecherorganisation sieht dagegen alt aus. Und gerade dieser tödlichsten aller tödlichen Institutionen sollen wir vertrauen. Nicht nur vertrauen, sogar unser Leben anvertrauen.

 

Dieser Staat schickt junge Männer als Soldaten nach Afghanistan - und würde die gleichen jungen Männer bestrafen, wenn sie ihr Bundeswehr-Taschenmesser auf der Straße mit sich führen würden.

Momentan würde es sogar schon reichen, sie einfach nur gemeinsam mit mehreren haushaltsfremden Menschen beim Spazierengehen zu erwischen.

 

Die Tagesschau soll kürzlich 95 % Zustimmung der deutschen Bevölkerung zu den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung berichtet haben.

Diese 95 % erinnern mich stark an die 98 % aus Ernst Jüngers Waldgang. Angesichts der aktuellen Entwicklungen in Deutschland erscheint es mir wichtiger denn je, das leviathanische Gedankengefängnis zu verlassen. Der Waldgang raus aus dem angeblichen gesellschaftlichen Konsens rein in die innere Gesetzlosigkeit des stillen Widerstandes ist vielleicht die konsequenteste Antwort auf die Fragen der Gegenwart.