Jahreswechsel

Zum Jahreswechsel wird ja immer wieder die Frage nach guten Vorsätzen und Zielen fürs neue Jahr gestellt.

Eine häufige Antwort ist sinngemäß: "Ich habe keine guten Vorsätze oder Ziele fürs neue Jahr, weil das letztlich ein willkürliches Datum ist und ich mir jederzeit Ziele setzen oder mein Verhalten reflektieren kann - dafür brauche ich kein Sylvester."

Einerseits stimmt das natürlich - man kann sich jederzeit Ziele setzen und reflektieren, egal welches Datum ist.

 

Andererseits ist das glaube ich oft einfach nur eine Ausrede, um sich vor der Denkarbeit der Reflektion, Zielsetzung und Planung zu drücken.

Wenn du bereits konsequent an dir und deinem Leben arbeitest und gut voran kommst, dann brauchst du Sylvester und Neujahr tatsächlich keine besondere Beachtung schenken. Wenn das jedoch nicht der Fall ist, dann ist der Jahreswechsel durchaus eine gute Gelegenheit, damit anzufangen.

 

Ein beliebter Einwand gegen Planung und Zielsetzung ist auch, dass man am Ende eh improvisieren und das Beste aus der Situation machen muss. Stimmt natürlich, kein Schlachtplan überlebt die Feindberührung mit der Realität.

Deswegen aber komplett auf Zielsetzung und Planung zu verzichten ist auch nicht die Lösung und macht dich bloß zum Spielball deiner Umstände. Niemand ohne Schlachtplan überlebt die Feindberührung.

 

Frag dich doch einfach mal wo du gerne heute in einem Jahr stehen würdest und brich das auf die kommenden 4 Quartale runter.

Schreib dir einen konkreteren Schlachtplan für das erste Quartal 2019 und einen gröberen für das Gesamtjahr.

 

Ende März konkretisierst du dann wieder für das zweite Quartal und so weiter.

Wenn du inneren Widerstand dagegen spürst, liegt das vielleicht daran:

Wer plant, genau in seiner Sprache und spezifisch in seinen Zielen ist - der weiss auch genau, wenn er seine Ziele nicht erreicht hat, gescheitert ist. Und wer will das schon wissen?

 

Aber nur wer wagt, kann gewinnen.

Also sei präzise in deinem Denken, Sprechen und Planen und geh das Risiko ein.