Der Kriegspfad

 

Life is a journey - so ein Bullshit!

Das Leben ist keine Reise sondern Krieg!

Vor allem gegen die eigene Schwäche, Faulheit und Angst.

Nicht eine glorreiche Schlacht und dann Hängematte.

Sondern Schlacht nach Schlacht, bis Valhalla.

 

Zugegeben, ich schwinge auch relativ selten eine Streitaxt und ein G36 habe ich auch lange nicht mehr abgefeuert.

Aber wenn ich früh morgens aufstehe und überlege, was ich heute alles erledigen muss, um weiterzukommen, kann ich das nur schwer mit der Vorstellung einer Reise verbinden.

 

Auf einer Reise würde sicherlich nur sehr selten um 0455 der Wecker klingeln und ich hätte kaum Verpflichtungen. Ganz anders

als im echten Leben. Aber der Hauptgrund, warum ich lieber auf dem Kriegspfad als auf einer Reise bin, ist der: Die Dinge werden erledigt. Im Krieg gibt es keine Toleranz für Prokrastination. Aufschieben ist tödlich. Aber hier, im sicheren Deutschland, sind die Konsequenzen für disziplinloses Aufschieben und Verschleppen meist nur spät und indirekt zu spüren.

 

Die Zeit läuft trotzdem ab. Mal angenommen, ich werde 80 Jahre alt - dann sind das 29.200 Tage (ohne Schaltjahre, Klugscheißer). Knapp 11.000 davon habe ich schon verbraucht, und wer weiss wie viele ich am Ende wirklich noch habe. Also Schluss mit unmotivierter Zeitverschwendung.

Will ich das machen? Ja - dann jetzt und zwar 100 %. Nein - dann fuck it.